Krankheitserscheinungen durch Mangel an einem oder mehreren Vitaminen. Ein leichter Mangel wird als Hypovitaminose bezeichnet, ein schwerer Mangel als Avitaminose. In den Industrieländern sind Vitaminmangelsyndrome insgesamt selten; am häufigsten betroffen sind Folsäure und Vitamin B12.
Ursache: Vitaminmangelsyndrome können Folge von Fehlernährung (z. B. bei hohem Alkoholkonsum), erhöhtem Bedarf (z. B. während der Schwangerschaft, Stillzeit), Störungen der Aufnahme aus dem Verdauungstrakt (z. B. nach Magen-Darm-Operationen, bei Darmentzündungen oder Magentumoren) oder der Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Langzeitgabe von Antibiotika) sein.
Befund und Behandlung: Die Symptome hängen von den fehlenden Vitaminen ab, meist besteht eine Mischsymptomatik (Vitamine). Die Beschwerden bei leichteren Hypovitaminosen sind unter einer Therapie meist rückgängig, bei Avitaminosen sind bleibende Schäden möglich (z. B. Gefühlsstörungen nach Vitamin-B12-Mangel). Neben der Zufuhr der fehlenden Vitamine muss die Ursache therapiert werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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