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Ödem

Ödem,
Wassersucht:

Ansammlung wässriger Flüssigkeit im Gewebe, die sich durch eine schmerzlose, nicht gerötete Schwellung zeigt. Ödeme treten einzeln (lokalisiert) oder am ganzen Körper (generalisiert) auf. Sie können die Haut (Hautödem), die Lunge (Lungenödem), den Kehldeckel (Kehlkopfödem) oder die Sehnervenpapille (Stauungspapille) betreffen. Die Ansammlung von Wasser in Hohlräumen wird auch als Hydrops bezeichnet, z. B. die in der freien Bauchhöhle als Hydrops abdominis (Aszites).

Ursache: Ein Ödem kommt durch das Missverhältnis zwischen Flüssigkeitsausstrom und -einstrom in den kleinsten Gefäßen (Kapillaren) zustande. Einerseits kann das Ödem durch Erhöhung des hydrostatischen Drucks in den Gefäßen bedingt sein, wie z. B. bei Herzinsuffizienz oder lokalen venösen Thrombosen. Andererseits kann eine Erniedrigung des osmotischen Druckes, z. B. durch Erniedrigung des Eiweißgehaltes im Blut beim nephrotischen Syndrom oder bei der Leberzirrhose, zu einem Ödem führen.

Befund: Geringe Ödeme werden vom Betroffenen oft nicht bemerkt. Zeichen eines Ödems können (rasche) Gewichtszunahme, Zunahme des Leibesumfanges (z. B. bei Aszites), geschwollene Beine (z. B. bei Herzinsuffizienz) oder verquollene Augenlider (z. B. bei Niereninsuffizienz) sein. Der Fingerdruck ins Ödemgewebe hinterlässt eine tast- bzw. sichtbare Delle, die Haut ist gespannt, blass und glänzend.

Behandlung: Das Ödem wird durch die Behandlung der Grunderkrankung therapiert. Zur Ausschwemmung ausgeprägter Ödeme werden harntreibende Mittel (Diuretika) eingesetzt. Unterstützend wirkt das Tragen von Kompressionsstrümpfen und eine manuelle Lymphdränage.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010

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