entzündliche Gewebereaktion eines oder beider Hoden. Sie entsteht meist infolge von Allgemeininfektionen, wobei Krankheitserreger (z. B. bei Mumps oder Tuberkulose) auf dem Blutweg in den Hoden gelangen. Eine Hodenentzündung kann auch durch Verletzungen oder durch gegen das eigene Hodengewebe gerichtete Autoantikörper ausgelöst werden. Die Betroffenen leiden unter starken Schmerzen, die oft auch in den Rücken ausstrahlen. Der Hoden ist geschwollen, der Hodensack gerötet und überwärmt. Meist besteht zusätzlich hohes Fieber. Neben Bettruhe und Hochlagerung des Hodens ist eine Kühlung mit Eisbeuteln angezeigt. Außerdem wird mit entzündungshemmenden Medikamenten und evtl. Antibiotika behandelt. Ohne Behandlung kann eine Hodenentzündung zur Zeugungsunfähigkeit führen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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